Brustzentrum Villach

Landeskrankenhaus Villach
Nikolaigasse 43, 9500 Villach
Tel: +43 (0)4242 208 62121
Privatklinik Villach
Walter-Hochsteiner-Str. 4, 9504 Villach
T +43 (0) 4242 / 30 440

Privatklinik Villach

Seit August 2010 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der Privatklinik Villach und dem Brustgesundheitszentrum am LKH Villach mit dem Ziel einer engen Zusammenarbeit und Affiliierung unseres Hauses an das Brustgesundheitszentrum. Im Jänner 2011 wurde die Gynäkologische Abteilung zusammen mit der Radiologie und der Nuklearmedizin an der Privatklinik Villach von Doc-Cert als affiliierter Partner nach den Eusoma-Kriterien zertifiziert. Das Zertifikat bestätigt die gelebte interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs sowohl innerhalb der Privatklinik Villach als auch mit dem Partner im LKH Villach.

Medizinische Leitung:
OA Dr. Klaus Unterrieder

Team Gynäkologie:
OA Dr. Klaus Unterrieder
Prim. Dr. Othmar Kandolf

Team Radiologie:
Prim. Dr. Manfred Kontrus
OA Dr. Thomas Schmidhuber

Team Nuklearmedizin:
Prim. Univ.Doz. Dr. Ewald Kresnik
 

Die Brustambulanz

Die Brustambulanz am Brustgesundheitszentrum der Privatklinik Villach bietet allen Frauen mit suspekten aber auch gutartigen Befunden an der Brust eine kompetente Anlaufstelle, um solche Veränderungen weiter abzuklären bzw. einer operativen Versorgung zuzuführen. Sollten zusätzliche Untersuchungen wie Magnetresonanzuntersuchung der Brust, Mammotomstanzbiopsie, etc. notwendig sein, so können diese für die Patientin organisiert und terminisiert werden. Im Ultraschall der Brust darzustellende Herde könne direkt vor Ort mittels einer Nadelbiopsie in örtlicher Betäubung abgeklärt werden. Innerhalb weniger Arbeitstage liegt ein histopathologisches Ergebnis der Stanzbiopsie vor, welches mit der Patientin persönlich vor Ort besprochen wird. Jeder histologische Befund aus einer Stanzbiopsie wird vor dem Patientengespräch im Rahmen einer interdisziplinären Konferenz bestehend aus Gynäkologen, Radiologen und Pathologen vorab besprochen mit Niederschrift einer gemeinsamen Empfehlung. Dies ist nur eine von vielen Anforderungen an ein Brustgesundheitszentrum.

Eine weitere nicht unwesentliche Tätigkeit in unserer Brustsprechstunde ist die Beratung von Patientinnen bezüglich onkoplastischer aber auch kosmetischer Eingriffe an der Brust. Im Falle einer bösartigen Erkrankung kann in Einzelfällen die Kombination kosmetischer Eingriffe und eine großzügige Entfernung des Karzinoms im Gesunden ein für die Patientin gutes Ergebnis erzielen. So kann bei sehr großen Brüsten eine Brustverkleinerung beidseits trotz großer Karzinome bzw. Krebsvorstufen ein brusterhaltendes Vorgehen ermöglichen. Manchmal besteht nach brusterhaltender Therapie eine Brustassymmetrie, sodass eine angleichende Korrektur auf der zweiten Seite sinnvoll erscheint. Über diese speziellen Situationen, aber auch über rein kosmetische Korrekturoperationen (Augmentationen, Brustverkleinerungen, Bruststraffungen), können sich die Patientinnen in unserer Ambulanz beraten lassen.

Jenen Patientinnen, in deren Familien eine Häufung von Brust und Eierstockkrebserkrankungen vorliegt, bieten wir eine entsprechende genetische Beratung an. Diese umfasst ein Aufklärungsgespräch mit Abklärung, ob eine Indikation zur Genanalyse besteht, die Erhebung des Familienstammbaumes bis hin zur Blutabnahme. Nach Vorliegen der Genanalyse wird das Ergebnis persönlich besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt. Dasselbe kann eine engmaschige Vorsorgeplanung aber auch ein prophylaktischer Eingriff sein.

Öffnungszeiten der Brustambulanz:
Di. und Do. 13:00-16:00Uhr
Telefon: 04242/3044-450
Email: klaus.unterrieder@privatklinik-villach.at
Ansprechpartner: OA Dr. Klaus Unterrieder
Vertretung: Prim. Dr. Othmar Kandolf

Öffnungszeiten für Mammographie und MRM:
Mo. bis Fr. nach telefonischer Vereinbarung
Telefon: 04242/3044-276
Ansprechpartner: Prim. Dr. Manfred Kontrus
Vertretung: OA Dr. Thomas Schmidhuber

Kontakt:
Privatklinik Villach GmbH & Co. KG
Affiliierter Partner des Brustzentrums Villach
Dr.-Walter-Hochsteinerstraße 4
9504 Villach
www.privatklinik-villach.at

 

Brustkrebs

Allgemeines

Der Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Jede 8. Frau erkrankt in Mitteleuropa und den USA im Laufe Ihres Lebens an Brustkrebs. Das Risiko für eine Brustkrebserkrankung liegt somit bei 12%. In Österreich gibt es jährlich ca. 5400 Neuerkrankungen. Trotz weiterhin steigender Zahlen von Neuerkrankungen nimmt seit etwa zehn Jahren die Sterblichkeit an Brustkrebs ab. Dies erklärt sich durch die Einführung von Vorsorgeuntersuchungen mit Erkennen kleinerer Tumore aber auch durch bessere Behandlungsmöglichkeiten.


Risikofaktoren

Keine Frau ist davor gefeit an Brustkrebs zu erkranken. Es gibt aber eine Vielzahl von Risikofaktoren, die das Risiko für eine Erkrankung erhöhen. Die einzelnen Faktoren sind im Anschluss angeführt:

  • Alter über 50 Jahre
  • Alter beim Eintritt der Menopause >55 Jahre 
  • Alter bei der ersten Regelblutung <12 Jahre
  • Alter bei der ersten Geburt >35 Jahre
  • Hormonersatztherapie mehr als 5 Jahre
  • Adipositas, BMI >35
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Zustand nach Biopsien mit Nachweis von Risikoveränderungen
  • Familiäre Belastung (Verwandschaft 1. Grades)
  • Westliche Lebensweise


Warnsignale für eine Brustkrebserkrankung

Vor allem bei sehr jungen Frauen, die noch keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen, werden bösartige Veränderungen zumeist durch selbst ertastete Knoten in der Brust entdeckt. Deshalb ist es wichtig einmal im Monat nach erfolgter Menstruation die Brüste zu betrachten und abzutasten. Dies sollte am besten unter der Dusche erfolgen. Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Knoten in der Brust oder der Achselhöhle
  • Hautveränderungen an der Brust wie Rötung, Einziehung, Verdickung, Vergröberung des Hautreliefs
  • Sekretion aus der Brustwarze, Rötung oder Einziehung der Brustwarze


Diagnosemöglichkeiten

Für das Erkennen von Veränderungen an der Brust stehen heute verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Routinemäßig sollte neben der klinischen Untersuchung (Betrachtung und Abtastung der Brust) eine Mammographie zur Anwendung kommen. Ergänzend wird zumeist ein Brustultraschall durchgeführt. Nur in Ausnahmefällen und bei bestimmten Fragestellungen kann eine Magnetresonanzuntersuchung der Brust sinnvoll sein. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Mammographie und Ultraschall sind derzeit ab dem 40. Lebensjahr zu empfehlen. Zuvor nur bei klinischen Besonderheiten beziehungsweise bei Familien mit Brust- und Eierstockkrebserkrankungen bei sehr jungen Frauen. Das Untersuchungsintervall soll 1-2 Jahre betragen.


Mammographie

Darunter verstehen wir eine Röngtenaufnahme der Brüste unter entsprechender Kompression. Die Aufnahmen werden in 2, selten in 3 Ebenen geschossen. Am Brustgesundheitszentrum Villach (Privatklinik Villach, LKH Villach) werden digitale Mammographiegeräte verwendet, die eine bessere Bildauflösung bei reduzierter Strahlenbelastung ermöglichen. Die Erhöhung des Brustkrebsrisikos durch die im Rahmen der Mammographie anfallende Strahlenbelastung wird deutlich überbewertet.

Die Befundung der Mammographie sollte heutzutage nach den BIRADS-Kriterien erfolgen (Breast Imaging Reporting and Data System)
 

0 weitere Untersuchungen sind notwendig
1 normaler Befund
2 gutartiger Befund
3 wahrscheinlich gutartig, 3% Risiko für Bösartigkeit
4 unklarer Befund, histologische Abklärung wird empfohlen, 3-90%-ige Wahrscheinlichkeit für einen bösartigen Befund
5 sehr wahrscheinlich bösartig (>90%)

 

Brustultraschall

Diese Methode sollte ergänzend zur Mammographie durchgeführt werden. Verwendet werden hochauflösend Schallköpfe um 12-15 MHZ. Vorallem für drüsenreiche Brüste ist die Sonographie eine geeignete Technik um Herdbefunde zu erkennen.
 

Magnetresonanztomographie

Die MR Untersuchung der Brust ist ein ergänzendes Verfahren und sollte für bestimmte Fragestellungen reserviert sein. Diese Technik zeichnet sich durch eine sehr hohe Trefferquote im Erkennen bösartiger Veränderungen aus. Allerdings liegt die falsch positive Erkennungsrate sehr hoch, sodass zu viele unnötige chirurgische Eingriffe beim Routineeinsatz dieses Verfahrens die Folge wären. Indikationen zum Einsatz dieser Technik sind

  • Patientinnen aus Familien mit familiärem Brust und Eierstockkrebs
  • Patientinnen bei Zustand nach Brustvergrößerung mit Implantaten
  • In speziellen Fällen präoperativ bei nachgewiesenen Karzinomen
  • Zur Unterscheidung Narbe versus lokales Rezidiv bei Zustand nach Brustkrebs
  • Bei geplanter neoadjuvanter (vor einer Operation) Chemotherapie